HTC Desire – erstes Review

Vor 3 Tagen habe ich endlich mein HTC Desire bekommen. Nach den ersten superfreudigen Momenten und dem Auspacken, was irgendwie ein echt schöner Moment war für so ein Gerät, konnte ich ja erstmal nichts machen. Vernünftig wie ich bin kam das Desire zunächst an die Steckdose. Dort blieb es dann auch für die nächsten 3 Stunden. Als der Akku voll war, konnte ich einfach nicht mehr warten. Stöpsel raus, Desire auf, SIM- und Speicherkarte rein und schon ging es los.

Der Bootvorgang dauert eine kleine Weile, nichts anderes hatte ich erwartet. Immerhin dauert ein Android Boot auf meinem HTC Tytn II bestimmt 10 Minuten. Im Vergleich war das Desire richtig schnell. Beim ersten Start wird man vom Einrichtungsassistent begrüßt. Dieser führt einen durch diverse Schritte und zeigt dem Benutzer ein paar Kniffe. Zum Beispiel bekommt man erklärt, wie die Tastatur funktioniert und (was viel wichtiger ist) wie die automatische Wortvervollständigung funktioniert. Darüber hinaus, kann man seine Verbindungsart wählen. Man kann zum Beispiel auswählen ob man mobile Datenverbindungen nutzen möchte oder nur WLAN-Netze für Datenverbindungen genutzt werden sollen. Diese Option ist sehr praktisch für alle, die keinen Datentarif verwenden oder ein Zeitlimit haben. Die hier gemachten Einstellungen können natürlich später noch geändert werden.

Ein weiterer Punkt, der schon im Einrichtungsassistent durchgeführt wird, ist die Einrichtung der Accounts für Google (Mail und Market), Facebook und Twitter. Auch hier bleibt es jedem Benutzer selbst überlassen, ob er dies einrichten möchte. Allerdings bleiben sonst einige schöne Features nicht nutzbar, wenn man bei den entsprechenden Diensten nicht angemeldet ist. Immerhin sind das ja Key-Features die sonst unnutzbar bleiben.

Wenn man mit der Einrichtung soweit durch ist, landet man erstmal auf dem Homescreen. Der Homescreen. Dieser ist bestückt mit einer Uhr und ein paar Programmicons. Man kann nach links und rechts scrollen, dort finden sich dann nochmals jeweils 3 Bildschirme, die teils schon mit Widgets von HTC befüllt sind oder sogar noch leer sind und Platz bieten um eigene Icons anordnen zu können. Hier angekommen konnte ich nun erstmals das Gerät wirklich in Augenschein nehmen.

Das Display

Der Bildschirm ist ordentlich groß, ein wenig größer als beim iPhone und viiiieeeel größer als bei meinem Tytn II. Die Farben sind sehr knallig, was jetzt nichts schlechtes bedeuten soll, sondern im Gegenteil, AMOLED Screen sei Dank. Ich finde, dass die Intensität der Farben sehr für das Display spricht. Zum Bildschirm gehört ja auch die Digitizer Einheit, die in das Displayglas integriert ist. Während der Einrichtung ist mir schon aufgefallen, dass die Eingaben zügig und präzise ausgeführt werden.

Benutzt man das Desire im Freien, so wird man schnell feststellen, dass das Displayglas sehr spiegelt. Wenn dann das Gerät auch noch ausgiebig benutzt wurde, dann haben sich da mit Sicherheit auch unzähliche Fettstreifen angesammelt, diese behindern die Sicht durch grobes spiegeln nur noch mehr. Allerdings finde ich, dass das Display an sich, wenn man gerade drauf schaut selbst bei kräftiger Sonneneinstrahlung noch sehr gut lesbar ist. Bei meinem Tytn II ging das so gut wie gar nicht.

Buttons

Unterhalb des Displays befinden sich mehrere Buttons und der optische Trackball. Der Trackball ist in der Mitte angeordnet. Mit einem Wisch nach links oder rechts kann man zum Beispiel zwischen den Homescreens wechseln. Das funktioniert soweit gut. In den meisten Anwendungen kann man auch zwischen den einzelnen Eingaben hin und her wechseln. Außerdem kann man ihn drücken, was einer Eingabe gleicht. Der Trackball funktioniert echt gut, fast sogar zu gut. Mir ist es schon passiert, dass die Bildschirmmarkierung bei der normalen Benutzung hin und her wanderte. Dabei war ich mit dem Finger irgendwie über dem Trackball gewesen, aber nicht direkt darauf. Trotzdem hat er die Bewegung erkannt und eine Aktion durchgeführt. Da muss man sich eben dran gewöhnen.

Links neben dem Trackball befindet sich der Home und der Menü Button. Mit dem Home-Button kommt man wieder auf den Homescreen (wer hätte es gedacht) ein zweites Mal drücken bringt einem die Übersicht über alle Homescreens und wenn man den Knopf lange drückt werden die letzten 6 verwendeten Programme angezeigt. Der Menü-Button funktioniert in vielen Anwendungen und auch auf den Homescreens. Ein Druck blendet so etwas wie Kontextmenüs ein, die einen in manche Kernfunktionen führen oder in die Menüs für Einstellungen. Drückt man lange auf den Knopf erscheint die Bildschirmtastatur.

Rechts vom Trackball ist ein breiter Kombi-Knopf. Links drücken führt die Zurück-Aktion durch. Damit kann man in Menüstrukturen einen Schritt oder eine Seite zurück. Drückt man rechts auf den Knopf öffnet sich das Suche-Fenster. Hier kann man zunächst das Telefon, aber auch das Web durchsuchen.

Bildschirmtastatur

Die Bildschirmtastatur ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und kein Vergleich mit den herkömmlichen Bildschirmtastaturen auf Windows Mobile Geräten. Am ehesten kann man die Tastatur noch mit der vom iPhone vergleichen. Die Tasten sind, wenn man das Telefon senkrecht hält relativ schmal, aber noch gut zu treffen. Eingaben erfolgen prompt. Im Querformat sind die Tasten wesentlich größer und man kann besser zielen. Mit zwei Daumen kann man dann sehr bequem SMS oder Emails schreiben. Ein langer Druck auf eine Taste öffnet dann das Kontextmenü für das gewählte Zeichen. Wenn man direkt wieder loslässt, wird das Zeichen verwendet, dass auch auf der Tastatur direkt eingeblendet ist. Man kann aber auch, wie beim iPhone, den Finger zur Seite bewegen und eines der aufgelisteten Zeichen auswählen. Einfach den Finger heben und das gewählte Zeichen wird verwendet. Das funktioniert tadellos, nur die Positionierung mancher Zeichen könnte besser sein. Insgesamt finde ich die Android Tastatur etwas schöner zu bedienen als die des iPhone, v.a. da man für Zahlen nicht jedes mal zwischen verschiedenen Ansichten der Tastatur hin und her schalten muss.

Was auch super funktioniert sind die Wortvorschläge. Diese bekommt man standardmäßig angezeigt und wenn man erst einmal das integrierte Wörterbuch mit seinen eigenen Wörtern erweitert hat, kommen auch in der Regel die richtigen Vorschläge und erleichtern einem die Eingabe. Es werden nach ein paar eingegebenen Zeichen über der Tastatur ein paat Vorschläge eingeblendet. Eines davon ist immer grün markiert. Sollte dieses Wort, das sein was man eingeben wollte, so kann man den Vorschlag einfach mit der Leertaste bestätigen und mit dem nächsten Wort weiter machen. Das lohnt sich aber in der Regel nur bei langen Wörtern. Aber ich finde, dass dieses Feature durchaus eine nützliche Hilfe sein kann.

Erstes Fazit

Dies war jetzt nur ein erster Einblick in die Verwendung des HTC Desire, weiteres zu den anderen Funktionen werde ich noch nachreichen. Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass mir das Gerät bis jetzt sehr gut gefällt. Im großen und ganzen läuft das Desire sehr flüssig und über Probleme bin ich bisher eigentlich noch nicht gestolpert. Was ich bestätigen kann, ist ein leichter Pink-Stich bei manchen Weiß-Flächen, gröbere Ruckler und Lags gab es keine, bis auf einmal als ich eine sehr große App installiert habe. Außerdem ist das Desire ein sehr schönes Gerät, mit griffiger Oberfläche und einem super Bildschirm.

Bis jetzt komme ich ganz gut mit Android klar. Als ehemaliger Windows Mobile Nutzer schätze ich selbstverständlich die Möglichkeit meine Screens so einzustellen wie ich es mag und natürlich die Möglichkeit Widgets zu verwenden. Dies fehlt mir beim iPhone sehr. Der Einstieg ist dafür nicht ganz so geschmeidig, aber mir als Techie fiel das auch nicht schwer. Außerdem spricht mich das offene Android Design viel mehr an und ich mag es in Menüs rumzuwühlen.

Von mir persönlich bekommt das HTC Desire auf jeden Fall das Prädikat: sehr empfehlenswert!

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5 Responses to “HTC Desire – erstes Review”

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  2. Leander says:

    Hey du, echt gute Homepage die du da hast. Welches Template verwendest du ? kannst du mir den Namen eventuell per email schicken ? vielen dank

  3. Suchmaschinenoptimierung Google says:

    Das ist ein interessanter Standpunkt, dem ich voll zustimme.

  4. Balrog says:

    Hi und danke, dass du auf meinem Blog warst.

    Bzgl. deiner Frage, welches Template ich verwende kann ich dir nur sagen, dass ich das selbst gemacht habe. Naja so richtig selbst gemacht hab ich das nicht. Ich habe das Standard-Template genommen und so verändert wie ich das gebraucht habe. Und das Ergebnis sieht man ja auf Olfsplace.de.
    Runterladen kann man das Template nirgends. Dafür müsste ich erst noch den Code etwas bereinigen, weil da noch viel auskommentiert ist und Zeug drin steht was keiner braucht. Außerdem ist es noch nicht ganz fertig. Hab neulich erst ne neue Header Grafik gemacht und werd da immer mal wieder noch n bisschen optimieren. Im Moment steht aber der Content Aufbau im Vordergrund.

  5. Amateure says:

    Sei Gegruesst! Lesenswerter Beitrag, ich habe mir mal deinen Feed abonniert.

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